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Stadtmuseum

Ausstellung "Weihnachtliches und Familienschätze"

Im Foyer des Stadtmuseums ist eine kleine Weihnachtsstube zu sehen. Es werden die schönsten Exponate der Sonderausstellung Familienschätze und weihnachtliche Gegenstände gezeigt. Natürlich kann auch die Dauerausstellung besichtigt werden. 

 

Öffnungszeiten:  
Während der Öffnungszeiten des Rathauses sowie Sonntags von 14 bis 17 Uhr. 
Besichtigungen zu anderen Zeiten sowie Gruppenbesuche bitte anmelden unter Telefon 037606/32178.

Das Stadtmuseum Lengenfeld präsentiert in über 17 Räumen Gegenstände aus beinahe 600 Jahren Stadtgeschichte. Themen sind etwa die Erstbesiedelung des Stadtgebietes, die mittelalterlichen Zeidlerei, die Geschichte und Entwicklung der Tuchmacherinnung, Persönlichkeiten der Stadtgeschichte, Schulgeschichte, Handwerk und Industriegeschichte - u.a. ist eine umfängliche Druckereiwerkstatt zu sehen - Handel und Verkehr und nicht zuletzt die Geschichte des Hauses selbst.

Man kann es nämlich als glücklichen Umstand werten, dass das Haus, welches die Sammlung des Lengenfelder Stadtmuseums birgt, selbst von lokalhistorischer Bedeutung ist und zu den ältesten erhaltenen Bauten der Stadt Lengenfeld zählt. Das Haus ist also Hülle für das Museumsgut und gleichzeitig wertvollster Museumsgegenstand. Der bekannte Lengenfelder Heimatforscher Curt Gerber hat eine nahezu lückenlose Datenreihe über die Besitzer des Hauses zusammengetragen, die bis ins Ende des 17. Jahrhunderts zurückreicht. Aus ihr lassen sich auch Rückschlüsse zur Baugeschichte des Hauses ziehen. In drei Jahrhunderten erfuhr das Haus entsprechend den Erfordernissen seiner Nutzung als Tuchfärberhaus und Wohnhaus verschiedene Erweiterungs-, Um- und Anbauten.

Ein besonderes Highlight: Die schwarze Küche

Schwarze KücheIm Erdgeschoß hinter der großen Blockstube mit der repräsentativen Balkendecke befindet sich ein mit zwei Gurtbogen überwölbter Raum. Auf diesen Gurtbogen setzt der kaminförmige Rauchabzug auf, der sich nach oben zu glockenförmig verjüngt. Im Dachgeschoß sind die Rauchabzüge zusammengeführt und münden in einen Schornstein. Selbstverständlich fehlt auch nicht die Räucherkammer unter dem Dach. Das Bild zeigt die sogenannte "Schwarze Küche" im Obergeschoß. Hier kann der Besucher des Museums erfahren, wie noch vor etwa 100 Jahren gekocht wurde. Der Raum wird beherrscht von dem glockenförmigen Kamin. Auf der linken Seite kann man eine Feuerstelle mit den entsprechenden Einschüben für Töpfe und Pfannen zum Warmhalten der Speisen oder zur Warmwasserbereitung erkennen. Auf der steinernen Platte rechts davon wurde ein offenes Feuer entfacht, über das ein eiserner Dreifuß gestellt wurde, der den Kochtopf aufnahm. Durch eine Öffnung im Gewölbebogen zog der Rauch direkt in den Kamin ab. Unter der Feuerstelle war Raum zum Trocknen des Holzvorrates. Auf der rechten Seite (im Bild nicht zu sehen) befindet sich der Einstieg in den Kamin für den Schornsteinfeger. Die "Schwarze Küche" beherbergt ebenfalls noch eine interessante Sammlung historischer Küchengeräte, Töpfe und Pfannen.
Der zweigeschossige Anbau mit der "Schwarzen Küche" an die Blockbohlenstube dürfte um 1800 entstanden sein und gilt als höchst bemerkenswerte Konstruktion.
GewölbeHauptstraße 57
08485 Lengenfeld
Telefon: (037606) 32178
Fax: 037606/86356
E-Mail touristinfo@lengenfeld.de




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